.

Projekt "Kunstrasen" läuft an

Kunstrasen - SV Frisia Loga
Bild: Didgeman / pixabay.com - CC0 1.0 Lizenz

Stadt Leer soll Bau von Kunstrasenplatz fördern  

Text von EDGAR BEHRENDT (OZ)

Der Sportausschuss hat sich für die Unterstützung des 700 000 Euro teuren Kunstrasenplatzes bei Frisia Loga ausgesprochen. Von der Fläche sollen mehrere Clubs profitieren. Frisia Loga hofft auf Fördermittel in Höhe von 450 000 Euro.

Leer - Einen Beschluss hat der Sportausschuss am Donnerstag noch nicht gefasst. Er sprach sich aber einstimmig dafür aus, den Bau eines Kunstrasenplatzes auf dem Gelände des SV Frisia Loga "weiterhin positiv zu begleiten". Unklar ist derzeit vor allem noch, wie das mit rund 700 000 Euro angesetzte Projekt finanziert werden soll. Der Verein erhofft sich Sportfördermittel von der Stadt Leer. Nach der aktuellen Kalkulation müssten diese bei 450 000 Euro liegen.

"Wir brauchen einen solchen Platz", sagte Sönke Eden (SPD). Voraussetzung sei, dass alle Vereine diesen nutzen dürften. Auch die CDU unterstützt das Vorhaben. Als Problem sah Paul Foest aber die hohen Kosten. Man müsse die "finanzielle Machbarkeit prüfen". Bislang sieht es so aus, dass der Verein aus Eigenmitteln 50 000 Euro zahlt und auf einen Zuschuss von 200 000 Euro aus dem Förderprogramm Leader/Roede hofft. Dafür wäre erforderlich, dass die Stadt weitere 50 000 Euro kofinanziert. Es bliebe eine Finanzierungslücke von 400 000 Euro offen.

Frisia hat schon Kontakt zum Landkreis Leer aufgenommen.

Jörg Kromminga, Vorsitzender des Leeraner Kreissportbundes (KSB) und beratendes Mitglied im Sportausschuss, wies auf die Möglichkeit hin, dass Frisia Fördermittel vom Landessportbund (LSB) für den Kunstrasenplatz einwerben könne.

Laut-Frisia-Marketing-Chef Manfred Bloem hat der Verein auch schon Kontakt zum Landkreis Leer aufgenommen: "Wir würden den Platz gerne der Möörkenschule und der Gutenbergschule zur Verfügung stellen", sagt er. Die Antwort aus dem Kreishaus sei positiv gewesen. "Der Landkreis begrüßt und unterstützt die Bemühungen für den wetterfesten Platz", habe es laut Bloem geheißen. Ob sich der Kreis finanziell beteilige, sei noch unklar. Auch Frisia denke noch darüber nach, Eigenleistungen einzubringen. Am Ende ließe sich vielleicht auch noch "das eine oder andere einsparen", so Bloem, der von einem "herausragenden Projekt für die ganze Stadt Leer" spricht. Soll heißen: Neben Frisia sollen mindestens drei weitere Vereine profitieren - Germania Leer, Borussia Leer und der JFV (Jugendförderverein) Leer. Er wies darauf hin, dass der Kunstrasenplatz aufgrund seiner Größe von 68 mal 105 Meter der einzige in Ostfriesland wäre, "auf dem sogar internationale Spiele ausgetragen werden könnten".

Nach dem positiven Echo im Sportausschuss will Frisia Loga nun noch die Entscheidung des Verwaltungsausschusses (VA) abwarten. Sollte auch aus dem Gremium das Okay kommen, will der Verein den nächsten Schritt gehen: "Wir werden dann das erforderliche Lärmgutachten in Auftrag geben", kündigte Bloem an.

Powered by Papoo 2016
23083 Besucher